Probiotische Joghurts: süß und teuer

Joghurt entsteht durch die Arbeit von Milchsäurebakterien (z. B. Art Lactobacillus casei), die auch im fertigen Joghurt noch enthalten sind. Ist das Joghurt mit Bakterien hergestellt, die in nennenswerter Menge lebendig bis in den Dickdarm gelangen, darf der Hersteller sein Produkt "probiotisch" nennen.

Diese Bakterien sollen unsere Darmflora bereichern.

Wenig Nutzen - möglicher Schaden:

  1. In einem ml probiotischem Joghurt sind mindestens 1 Mio Keime. Das klingt viel, ist aber angesichts der Trillionen von Bakterien in unserem Darm fast nichts. Die Zahl der Bakterien, die lebend im Dickdarm ankommt, ist damit viel zu klein, um nennenswerte Veränderungen der Darmflora zu bewirken.
  2. Unsere Darmflora ist so individuell, wie ein Fingerabdruck. Eine standardmässige Besiedelung mit Milchsäurebakterien bringt nicht jedem den gleichen gesundheitlichen Nutzen.
  3. Die meisten probiotischen Joghurts enthalten Zucker und/oder Süßstoff, die unserer Darmflora schaden.

Fazit:

  • Joghurt ist ein gesundes Lebensmittel; vor allem vollfettes Joghurt enthält wertvolles Calcium und Milcheiweiß.
  • Das naturbelassenste der vielen Joghurts im Regal ist das Beste - und meist auch das Günstigste.